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Illegale Leiharbeit bei VW in China
März 6th, 2017 by Gao

Hundreds of Volkswagen workers in northeast China demand equal pay (China Labour Bulletin)

More than 500 FAW-Volkswagen workers in the northeast city of Jilin held a demonstration demanding an end to unequal pay last week Thursday.
The workers, employed indirectly by an agency, gathered at the local labour arbitration committee offices, protesting official inaction over their case after months of campaigning through official channels. Workers have rallied under the slogan of “equal pay for equal work”, claiming that agency workers are paid significantly less than full employees, despite years of service to the factory. One Volkswagen worker reported making just half the pay of a full employee (60,000 vs 120,000 annually)…
According to workers themselves, the joint venture employs around 1,500 agency workers, many have worked at the factory for over ten years. Workers have demanded compensation for the discrepancy in wages, benefits and bonuses.

VW China mit illegaler Leiharbeit? (Rolf Geffken / Rat & Tat)

Tatsächlich verstößt die Verweigerung der gleichen Bezahlung sowohl gegen chinesisches Recht wie auch gegen die zitierte „Charta der Zeitarbeit“: 1. Wir zitieren aus unserem Kommentar zum Chinesischen Arbeitsvertragsgesetz: „Die Arbeitnehmerüberlassung soll in der Regel lediglich für vorübergehende Tätigkeiten…..vorgenommen werden (Art. 66). In der Novellierung… wurde der Begriff…. so definiert, daß damit nur solche Stellen gemeint seien, die nicht länger als 6 Monate (!) existieren. Im Ergebnis bedeutet dies, daß die Weiterbeschäftigung eines Leiharbeitnehmers auf einem Arbeitsplatz für länger als 6 Monate zur Begründung eines Arbeitsverhältnisses mit dem Entleiher (also: VW, R.G.) führt. In Art. 66 stellt das Gesetz klar, daß …. die Leiharbeit nur sekundär eingesetzt werden darf….. In Art. 63 der neuen Fassung wurde zudem der Grundsatz gleicher Bezahlung für gleiche Arbeit präzisiert.“ (Geffken/ Cui, „Das Chinesische Arbeitsvertragsgesetz“, 4. Auflage 2016, S. 26). In Art. 63 heißt es ausdrücklich: „Der Leiharbeitnehmer hat einen Anspruch darauf, für die gleiche Arbeit auch das gleiche Entgelt zu erhalten wie die Festangestellten des Entleihers“ (a.a.O., S. 50). Danach ist die Beschäftigung der meisten Betroffenen in Changchun als Leiharbeiter illegal. Die Arbeiter haben einen Anspruch auf Festanstellung u n d unabhängig davon auch auf gleiche Bezahlung … Der Konflikt in China zeigt, daß die Lage der Leiharbeiter und „Kontraktarbeiter“ dort strukturell absolut vergleichbar ist mit der Lage der Leiharbeitnehmer und Werkvertragsbeschäftigten in Deutschland. Allerdings: Die Rechtslage in China ist – absurd genug ! – noch eindeutiger als in Deutschland. Umso unverständlicher ist es aber, daß sich offenbar bis heute weder der „Weltbetriebsrat“ noch der Konzernbetriebsrat in Wolfsburg oder die IG Metall der Sache angenommen haben.


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